18.07.2020 – Erfurt Hirschgarten – Brutaler, gezielter Angriff durch 20 Rechtsextreme

In den frühen Morgenstunden, gegen 01.00 Uhr, gab es einen koordinierten, gezielten Angriff durch Neonazis auf eine Personengruppe, bei welchem mindestens fünf Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Die Rechtsextremen griffen, zum Teil mit Sturmhaube maskiert, die im Hirschgarten sitzende Personengruppe tätlich an. Wie brutal die Auseinandersetzung abgelaufen ist, zeigen die zahlreichen Blutspuren am Tatort.

Die Angreifer hatten szenetypische Kleidung getragen, die auf deren Zugehörigkeit zur rechtsextremen Kampfsportszene hindeutet.

20.07.2018 – Schleusingen (Landkreis Hildburghausen) – Festivalbesucher*innen rassistisch beleidigt und bedroht

Am 20. und 21. Juli fand ein Festival am Bergsee Ratscher in der Nähe von Schleusingen statt, zu dem unter anderem auch eine Gruppe von etwa 20 Studierenden aus Ilmenau fuhr. Bereits zu Beginn fiel mehrfach eine Gruppe von Nazis auf dem Zeltplatz durch einschlägige Kleidung, Gespräche mit volksverhetzendem Inhalt und Hitlergrüße auf, welche sie auch direkt vor der Bühne zeigten. Auch in der Nacht rief die Gruppe mehrfach rassistische und nationalsozialistische Parolen. Aufgrund dieser feindseligen Stimmung beschloss die Studierendengruppe den Zeltplatz vorzeitig zu verlassen. Aus der Gruppe der Nazis wurde daraufhin erneut ein Hitlergruß gezeigt. Als eine Studentin darum bat, dies sein zu lassen, wurde sie als „scheiß Gutmensch“ beschimpft und bedroht. Die Studierendengruppe rief daraufhin die Polizei, welche nach etwa 45 Minuten mit 5 Mannschaftswagen eintraf. Als die Beamt*innen die Anzeigen aufnahm, beleidigte einer der Nazis einen Studierenden mehrfach rassistisch.

29.07.2018 – Stadt Jena – Politisch Engagierte attackiert und geschlagen

In der Nacht zu Sonntag bewegte sich eine Gruppe aus mehreren Männern durch die Johannisstraße in Jena. Vor dem Gebäude der JG Stadtmitte, wo derzeit die Namen der Todesopfer des NSU geschrieben sind, blieben sie stehen. Die Männer machten dort Hitler-Grüße und riefen „Sieg Heil“. Als zwei junge Frauen das hörten, sprachen sie die Personengruppe an und baten sie, dies zu unterlassen. Daraufhin kam ein Mann auf sie zu, hielt sie fest und schlug sie. Dabei trug sie eine Verletzung an der Hand davon. Die Polizei wurde nicht gerufen.

09.07.2018 – Eisenach – Alternativer Jugendlicher ins Gesicht geschlagen

Am Montagabend wurde ein alternativer Jugendlicher von drei Nazis angegriffen. Als sich die Gruppe um den Betroffenen im Karthausgarten aufhielt, wurde sie von den drei Angreifern zunächst verbal provoziert. Hier fielen bereits erste rechte Parolen. Daraufhin schlug einer der Nazis auf den Betroffenen ein und traf ihn mehrfach ins Gesicht und auf den Hinterkopf. Die Angreifer waren sehr aggressiv und trugen Quarzsandhanschuhe. Einer von ihnen soll bereits für mehrere NS-Graffiti in der Stadt verantwortlich sein.

16.04.2018 – Sömmerda – Verfassungsfeindliche Parolen und Körperverletzung an Supermarkt

Am Montag rief ein 22-jähriger Mann zunächst verfassungsfeindliche Parolen gegenüber Kund*innen eines Supermarktes in Sömmerda. Später trat er einem Anwohner mehrfach gegen den Kopf, während dieser auf der Treppe seines Wohnhauses wartete. Der Mann wurde dabei leicht verletzt. Die Polizei erteilte dem Täter mehrfach Platzverweise, denen er nicht nachkam. Es laufen nun Anzeigen wegen Körperverletzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

15.09.2017 – Erfurt – Angriff auf 25-Jährige an Straßenbahnhaltestelle

Am Freitagabend den 15.09. wurde eine 25-Jährige in der Magdeburger Allee während sie auf eine Straßenbahn wartete von einer unbekannten weiblichen Person angegriffen. Zunächst wurde die Betroffene von der Angreiferin verbal attackiert, nachdem diese jedoch nicht auf die Provokation einging, schlug die Täterin mit einem „Handradio“ auf die Betroffene ein. Die Frau erlitt leichte Schwellungen im Gesicht. Zuvor hatte die Täterin bereits einen Radfahrer beleidigt und rechtsradikale Parolen geäußert.